Erprobungsstufe

Die Klassen 5 und 6 werden in der Hauptschule, der Realschule und im Gymnasium jeweils als Erprobungsstufe geführt und bilden eine pädagogische Einheit. Die Erprobungsstufe dient der Erprobung, Förderung und Beobachtung der Schülerinnen und Schüler, um in Zusammenarbeit mit den Eltern die Entscheidung über die Eignung der Schülerinnen und Schüler für die gewählte Schulform sicherer zu machen.

Die Ausbildung in der Erprobungsstufe dauert in der Regel zwei, im Höchstfall drei Jahre. Die Klasse 5 kann einmal freiwillig wiederholt werden.

In der Erprobungsstufe werden dreimal im Schuljahr Erprobungsstufenkonferenzen durchgeführt, in denen über die individuelle Entwicklung der Schülerin oder des Schülers, über etwaige Schwierigkeiten, deren Ursachen und mögliche Wege zu ihrer Überwindung und über besondere Fördermöglichkeiten beraten wird. Am Ende der Erprobungsstufe prüft die Klassenkonferenz unter Berücksichtigung des Leistungsstandes und der zu erwartenden Entwicklung der Schülerin oder des Schülers, ob die Wahl der Schulform richtig war.

Die Klassenkonferenz entscheidet dann, ob die Schülerin oder der Schüler den Bildungsgang in der gewählten Schulform fortsetzen kann oder ob ein Schulformwechsel notwendig ist. Nicht versetzte Schülerinnen und Schüler könne die Klasse 6 wiederholen, wenn dadurch die Höchstdauer der Ausbildung in der Erprobungsstufe (drei Jahre) nicht überschritten wird. Außerdem muss die Versetzungskonferenz feststellen, dass auf Grund der Gesamtentwicklung danach die Versetzung erreicht wird und die Wahl der Schulform richtig war.

Nach jedem Schulhalbjahr in der Erprobungsstufe befindet die Erprobungsstufenkonferenz außerdem darüber, ob sie den Eltern leistungsstarker Schülerinnen und Schüler den Wechsel ihres Kindes in die nächsthöhere Schulform (HS zu RS oder RS zu Gym) empfiehlt.